Mittwoch, 13. März 2019

Zweierpasch bei #FridaysForFuture: Wortgewaltiger Widerstand

Poetisch-politische Aktivisten: Zweierpasch | Foto: Stefanie Ringshofer
Tausende Schüler streiken am Freitag fürs Klima. Zweierpasch liefern den Soundtrack dazu. Die World-HipHop-Band aus Freiburg, Kehl und Straßburg spielt am 15. März ab 12.30 Uhr für tausende Aktivisten auf dem Stühlinger Kirchplatz. Ihr rebellisch-poetischer Rap mit Liveband setzt Ausrufezeichen zu Themen wie Plastikmüll, dem AKW Fessenheim und friedlichem Widerstand.
"Die Klimabedrohung ist wichtiger als ein paar Stunden Schulunterricht", sagt Zweierpasch-Frontmann Till Neumann. "Wir rufen alle dazu auf, Flagge zu zeigen für den Kampf gegen die Zerstörung unseres Planeten", ergänzt sein Zwillingsbruder Felix Neumann. Es ist vier vor Zwölf, betonen die lyrischen Grenzgänger, die zuletzt in Paris mit dem Adenauer-de-Gaulle-Preis ausgezeichnet wurden. Mit Liedern wie "Fessengau - Stop Fessenheim", "Plastique de Rêve" oder "Flagge auf Halbmast" formulieren die sieben Musiker wortgewaltige Botschaften auf deutsch und französisch. Zuletzt erschien ihr Videoaufruf zur Plastikvermüllung. In Kürze folgt ein animiertes Musikvideo.

Ihr Handmade HipHop führt die zweisprachigen Künstler Ende März bis nach Westafrika. Dort werden sie in Bamako (Mali) beim Festival Rapou Dôgô Kûn ein Konzert spielen, begleitet von einer All-Star Band der Hauptstadt. Außerdem geben sie einen Workshop zu Rap und Demokratie für 150 junge Künstler. Das Festival wird organisiert vom malischen Rapper Master Soumy.

Mit der HipHop-Szene in Westafrika sind Zweierpasch gut vernetzt. Eine Forschungs- & Konzertreise führte sie bereits 2009 nach Bamako. "Das Land ist gebeutelt von Armut und Terrorismus", sagt Till Neumann. "Wir schätzen es aber vor allem für seine magische Musik und viele herzliche Menschen", betont Felix Neumann.

Die zwei Künstler wollen auf ihrer Reise ein Musikvideo für ihr neues Album Un peu d'Amour drehen und mit afrikanischen Künstlern Songs recorden - wie schon 2012, als sie für ein einwöchiges Rapprojekt im Nachbarland Mauretanien waren. Organisiert wird ihre Reise von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Auswärtigen Amtes. "So einen starken Partner zu haben, lässt uns ruhiger schlafen, die Sicherheitslage vor Ort ist nicht ohne", sagen Zweierpasch.

Videoaufruf von Zweierpasch für die Fridays for Future: "Im Auge des Sturms"

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