Mittwoch, 15. Mai 2019

Future-Edition: Ecole du Flow soll in Runde zwei gehen

Gerockt: Zweierpasch und die Ecole du Flow-Sieger des THG Freiburg
Fotos: © Stefanie Ringshofer / Zweierpasch
800 Schüler aus Deutschland und Frankreich haben bei der ersten Ecole du Flow mitgemacht. Im September soll das Projekt in Runde zwei gehen. Das Thema dieses Jahr: Future.

"Wir waren überwältigt von den Einsendungen", sagt Projektleiter Till Neumann. Mit seiner World HipHop-Band Zweierpasch und dem Centre Culturel Francais Freiburg hat er im September 2019 junge Menschen aufgerufen, im Unterricht Raptexte, Songs und Musikvideos zu erarbeiten. Rund um Europa, Deutschland und Frankreich, Krieg und Frieden und Nachhaltigkeit.


Teilgenommen haben Schüler von Berlin über Rennes bis Stuttgart und Freiburg. Beim Gipfeltreffen im E-Werk kamen sie zusammen. Die fünf besten Gruppen performten ihre Beiträge live auf der Bühne. Die drei überzeugendsten gewannen ein Coaching mit Zweierpasch (Siegervideo Monsieur Plastique). Außerdem spielte die preisgekrönte Band (Adenauer-de-Gaulle-Preis) ein Konzert für die Nachwuchskünstler.

"Schüler und Lehrer haben uns von freiwilligen Überstunden und viel Begeisterung berichtet", sagt Felix Neumann, der als Musiker seit vielen Jahren grenzüberschreitende Bildungsprojekte leitet.

Nach der Show: Zweierpasch im E-Werk
"Die Nachfragen für eine zweite Auflage der Ecole du Flow waren zahlreich", berichtet Zwillingsbruder Till. Im Zuge der weltweiten Klimastreiks möchten sie nun Schüler erneut zum kreativen Arbeiten aufrufen: "Junge Menschen haben Energie, Ideen, Talente - wir wollen ihnen die Gelegenheit bieten, sie in einem schulischen und außerschulischen Rahmen umzusetzen", sagt Marie-Jo Lafarge vom Centre Culturel Francais Freiburg.

Derzeit versucht das Team die Finanzierung für das Einjahresprojekt zu stemmen. "Nicht einfach", sagen Zweierpasch. Sie rechnen mit mehr als 1000 Teilnehmern. Gespräche laufen mit zahlreichen möglichen Projektpartnern. Bereits bestätigt sind: Klett Verlag, Inta-Stiftung und Schöpflin Stiftung. Vergangenes Jahr unterstützten zudem das Kulturamt Freiburg, Freiburgs OB Martin Horn, Freiburgs Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach, SWR-Moderatorin Philine Sauvageot sowie die Fondation Entente Franco Allemande das Projekt.

"Wir hoffen, es wieder stemmen zu können", sagt Till Neumann. "Mögliche Förderer  können sich gerne jederzeit melden." Gerne bietet das Team Plätze in der Jury oder Präsentationsmöglichkeiten beim Gipfeltreffen an.

Für ein Europa, das grenzüberschreitend denkt, lebt und arbeitet. Für weltoffene Grenzgänger in bewegten Zeiten. "Tunneblicke gibt's genügend", sagen Zweierpasch.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen