Montag, 12. März 2018

Fukshima-Mahnwache: 1000 Kerzen gegen den Fessengau

Bei der Mahnwache dabei: Zweierpasch & Warrior Singhateh

 Mit einem kleinen Akustik-Set haben Zweierpasch & Warrior Singhateh aus Gambia am Sonntag im Herzen Freiburgs den Opfern der Atomkastastrophe in Fukushima gedacht. Gleichzeitig appellierte die Freiburger Band des Jahres 2017 mit ihrem Widerstands-Track Fessengau für die sofortige Stillegung des AKW Fessenheim.

"Stop, Fessenheim, Stop, il faut fermer la centrale, sie halten uns hin, bis es knallt." Diese gerappte Ansage Richtung französische Atomindustrie schallte am Sonntag über die Kopfsteine des Augustinerplatzes in Freiburg. Zweierpasch & Warrior Singhateh machten mit dem Track Fessengau ihrem Unmut Luft, dass Frankreichs ältester Atommeiler noch immer am Netz ist. Zugleich stimmten sie mit Tracks wie 1001 Perspectives auch ruhigere Töne an. Zum Gedenken an die Tausenden Opfer der Katastrophe in Fukushima am 11. März 2011 brannten 1000 Kerzen auf dem Platz.
Radioaktiv: Zweierpasch bei der Mahnwache

"Wir haben gerne unseren Teil zur Fukushima-Mahnwache beigetragen", sagt Felix. Ein großartige Aktion sei das, die in diesem Jahr Wind und Wetter trotzte. "Der saure Regen kann uns nicht vertreiben", scherzte Till. Die beiden lyrischen Grenzgänger sind beunruhigt: Schließlich soll Reaktor 2 in Fessenheim in Kürze wieder hochgefahren werden. "Ein Unding, es ist bekannt, dass der Meiler in miserablem Zustand ist", ärgert sich Till. "Der Fessengau rückt näher", ergänzt sein Bruder. Nur gemeinsam könne man diesen stoppen.

Organisator der Mahnwache war der Freiburger Verein fukushima nie vergessen. Zwei Tage lang hielten die Verantwortlichen mit vielen Besucher Mahnwache. Alle volle Stunde läutete ein Gong, es folgte eine Schweigeminute. Dann gab's einen musikalischen Beitrag.

Zweierpasch sind derzeit wieder auf Tour. Nach einem Rap-Workshop im Max-Planck-Gymnasium in Lahr geht's morgen für ein Konzert mit Rapatelier nach Heidenheim. Am Wochenende folgt die dritte Séance des Multi-Kulti-Projekts "Jeunes Webtrotteurs" in Kehl und Straßburg.

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