Sonntag, 18. Januar 2026

Nix Gelernt: Zweierpasch warnen vor Rechtsextremismus in Deutschland

Nix Gelernt
Die HipHop Band Zweierpasch hat mit "Nix Gelernt" einen Song gegen Rechtsextremismus in Deutschland veröffentlicht. Die deutsch-französischen Rapper Till und Felix blicken zurück in die finstersten Momente deutscher Geschichte. Und sagen: Trotzdem haben wir nix gelernt. Heute sitzen die "braunen Schafe" im Bundestag "und meckern los". 

"Alles brennt nieder am 9. November", heißt es in den ersten Zeilen. Und im Refrain: "Wir haben Bücher, Filme, das Netz / wir haben Fotos, historische Cracks, sogar noch Omas und Opas mit Herz / doch aus der finsteren Vergangenheit nix gelernt". 

Die Zwillinge schlagen mit ihrer Piano Ballade vom Producer "Rebbel" ruhige Töne zu einem schweren Thema an. "Die Entwicklungen in Deutschland machen uns große Sorgen", so die umtriebigen Musiker aus Freiburg und Straßburg. Gemeinsam mit dem Berliner Producer Yoni Cyrus haben sie das Stück arrangiert: eine schwere Melodie zwischen Chor und Streicherensemble. Flankiert von Ausschnitten des Comedians Teddy Teclebrhan: "Was labersch du?" fragt er in seinem Integrationstest.

 

 
 

Zweierpasch Dreh in den Vogesen

Das dazugehörige Video zeigt in eindrücklichen Bildern Szenen eines Brandanschlags, Bilder eines Konzentrationslagers und Szenen mit den beiden Protagonisten auf einem verschneiten Vogesengipfel in Frankreich. Die Rapper tauchen in dem von Panoramique_Pix produzierten Clip nur schemenhaft auf. Funkenflug und Flammen durchziehen die Bilder, die im letzten Teil an die Bücherverbrennung im Dritten Reich erinnern. Und Assoziationen wecken an einen Brandanschlag auf ein Flüchtlingswohnheim. Mit der Zeile "Aus Krisenherden kommen Menschen und stellen Anträge / kriegen erst Asyl, dann Brandanschläge" beschreiben sie dieses Szenario.

Live zu hören sein wird der Song am 21. Januar im Vorderhaus Freiburg bei der Gala Gegen Rechts. Die Zwillingsmusiker wurden im Dezember durch Bundespräsident Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Er bezeichnete sie als "Bollwerk gegen die Gleichgültigkeit". Mitte Januar wurden sie in Straßburg durch Botschafterin Heike Thiele mit dem Deutsch-Französischen Freundschaftspreis ausgezeichnet. 

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